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Letzte Aktualisierung:
16.08.2011 11:34
Kleine Legende der Qualitätsfachsprache
A u d i t
Überprüfung einer Wirksamkeit, ein
systematischer, unabhängiger und dokumentierter
Prozess. Ziel eines
Audits ist, objektive Nachweise über
die Wirksamkeit,Verinnerlichung und
Verwirklichung eines QM Systems
durch Dokumente und vor Ort zu
erhalten.
B e n c h m a r k i n g
Benchmarking ist das Vergleichen von
Leistungen, Prozessen und Praktiken
zum Auffinden von Erfolgen und
Defiziten mit einer ähnlichen oder
fremden Branche.Verglichen werden
z.B.: Kosten, Preis, Qualität, Zeit, Kundenzufriedenheit,
Dienstleistungspalette.
D i e n s t l e is t u n g
Ein Wirtschaftsgut, eine Arbeit
(Arbeitsleistung) die nicht der Produktion
von materiellen Gütern
dient. Sie wird von der Sachleistung
unterschieden: Sie ist nicht lagerbar
und übertragbar. Die Erzeugung und
der Verbrauch der Dienstleistung fallen
zeitlich zusammen.
Dienstleistungen werden von einer
Person für einen Kunden oder einem
Objekt des Kunden über einen Zeitpunkt
oder -Rahmen (gegen Entgelt)
erbracht.
Die Güte der Dienstleistung bezeichnet
man als Service-Qualität. Dienstleistungen
werden in standardisierte
und individuelle Dienstleistungen
unterschieden. Merkmal von standardisierten
Dienstleistungen ist, dass
die Leistung für einen fiktiven Durchschnittskunden
erstellt wird.
D o k u m e n t
Unterlage in Papier oder EDV Form,
die Handlungs -oder Verhaltensweisen
vorschreibt, zu den Dokumenten
zählen; Richtlinien, Standards,Verfahrens-
oder Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen,
Ablaufbeschreibungen,
Checklisten.
E t h i k
Sittlich moralisches Handeln im
Kontext der für die Wochenbettbetreung
relevanten Aspekte und
Strukturen. Hier geht es nicht primär
um isoliertes Handeln einzelner
Personen im Bereich der Wochenbettbetreuung,
sondern um die
Kooperation aller verantwortlichen
Personen. Die inhaltlichen Vorgaben
hat der BDH 93 in den Grundsätzen
einer Ethik für Hebammen niedergelegt.
Q u a l i t ä t s i n d i k a t o r e n
Festgelegte Kriterien und Sachverhalte,
mit deren Hilfe die objektive
Wirksamkeit von Anforderungen
kontinuierlich erfasst und dokumentiert
wird.
Q u al i t ä t s m a g e m e n t
b e a u f t r a g t e (QMB)
Ist verantwortlich für die Implementierung
des QM-Systems und hat den
Auftrag durch eine Organisation erhalten,
sie verfügt über praktische Erfahrung.
Sie ist in der Regel einer
Steuerungsgruppe oder Qualitäts-
Lenkungsgruppe unterstellt.
Sie ist zuständig für die Koordination
aller Qualitätsentwicklungsaktivitäten,
Schulung von QZ-Moderatoren,
Kontakt mit den QZ und Verteilung
und Kontrolle von Arbeitsaufträgen
sowie Fortschreiben des QM-Handbuches.
Sie initiiert und begleitet
Verbesserungsprojekte, Qualitäts-
Messungen und ermittelt Abweichungen.
Q u a l i ä t s m an a g e m e n t
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten
des Lenken und Leitens zur Erreichung
von Qualität. Werkzeug, das
Hilfestellung für den Aufbau und die
kontinuierliche Weiterentwicklung eines
umfassenden Verbesserungssystems
gibt. Es soll helfen, eigene
Stärken, Schwächen und Möglichkeiten
zu erkennen und die Strategie
darauf auszurichten.
Diese sind: Ergebnisorientierung,
Kundenorientierung; Führung und
Zielkonsequenz, Tätigkeitsentwicklung,
kontinuierliches Lernen, Innovation
und Verbesserung, Aufbau von
Kooperationen,Verantwortung gegenüber
der Öffentlichkeit.
Q u a l i t ä t s m a n a g e m e n t
h a n d b u c h
Darlegung und Beschreibung der
Umsetzung von Anforderungen eines
bestimmten Managementsystems. Es
kann auch als Organisationshandbuch
bezeichnet werden.
Q u a l i t ä t s s i e g e l
Interne auf einen bestimmten Rahmen
bezogene Bescheinigung der mit
den Empfängern des Siegels vereinbarten
Qualitätsstufe.
Q u a l i t ä t s s i c h e r u n g
Identifizieren, definieren, vereinbaren
und Festlegen von qualitätsrelevanten
Parametern. Meist quantitative Messung
der Parameter und Festlegung
von Kennzahlen im Rückblick. Soll-
Vorgaben sind z.B. für die Pflege in gesetzlichen
Anforderungen wie § 80
SGB XI und § 134 ff SGB V enthalten.
Unterscheidung in Struktur- Prozess-
Ergebnisqualitätsdimensionen (Donabedian
1970) sind üblich.
Unterschieden wird interne und externe
Qualitätssicherung (QS). Instrumente
sind Sammlung von Daten,
quantitative und deskriptive Messungen, Kennzahlen, Benchmarking,
Checklisten, Darstellung von Abweichungen
in festgelegten Zeiteinheiten.
Q u a l i t ä t s - Z i e l
Verbindliche Absprachen zum Inhalt.
Sie betreffen Vereinbarungen, welche
Ergebnisse innerhalb eines bestimmten
Zeitraums erreicht werden sollen,
einschließlich der Festlegung der
dafür erforderlichen Ressourcen
(Budget und Zeit) und von Berichtspflichten,
die die Erreichung der Ziele
überprüfbar machen.
Q u a l i t ä t s z i r k e l
Gruppe von Expertinnen die Inhalte
des Q-Handbuches erarbeiten, Verbesserungsprojekte
ausarbeiten, QMessungen
vornehmen. Sie werden
von Q-Zirkel-Moderatorinnen koordiniert.
S c h l ü s s e l p r o z e s s
Zentrale Prozesse, die in höchstem
Maß zur Zielerreichung oder Verwirklichung
des Leitbildes beitragen.
Entscheidend ist eine individuelle
Definition der jeweiligen Einrichtung.
Zu den Schlüsselprozessen einer
Wochenbettbetreuung könnten beispielsweise
die Anmeldung, Erstbesuch,
sowie die Öffentlichkeitsarbeit
gehören.
S c h l ü s s e l q u a l i f i k a t i o n
Fach-Methoden-Sozialkompetenz,
Kommunikationskompetenz, Kooperationsfähigkeit,
Problemlösefähigkeit
und Kreativität, Selbständigkeit und
Leistungsfähigkeit,Verantwortungsfähigkeit,
Denk und Lernfähigkeit,
Begründungs und Bewertungsfähigkeit
(Belz /Siegrist 1997)
V i s i o n
Eine Formulierung die beschreibt, wie
die Wochenbettbetreuung zukünftig
sein kann.
Von einer Organisationsleitung werden
aus der Vision geeignete Strategien
und Ziele abgeleitet, welche zum
Erfolg führen sollen. In größeren
Organisationen wird eine Vision in
ein Leitbild integriert. In schriftlicher
Form führt es zu einem zukünftigen
Erfolg. Dieses Leitbild wird bei möglichst
vielen Führungskräften und
Mitarbeitern sowie weiteren Anspruchsgruppen
bekannt gemacht.
Für die ständige Weiterentwicklung
der Wochenbettbetreuung ist die
Formulierung von Visionen unerlässlich.
Ein erstarrtes Festhalten an den
Visionen hingegen kann hinsichtlich
der Anpassungsfähigkeit zu Problemen
führen.
W e r t e
Das Einvernehmen und die Erwartungen,
die das Verhalten der Hebammen
in der Wochenbettbetreuung
und worauf alle Beziehungen beruhen(z.B. Vertrauen, Unterstützung und
Aufrichtigkeit).
Z e r t i f i z i e r u n g
Beglaubigung, Bescheinigung durch
ein unabhängiges Verfahren (z.B.
Zertifizierungsaudit) durch einen
Dritten.
Z e r t i f i z i e r u n g s a u d i t
Stichweise Überprüfung und Bewertung
der Einführung,Anwendung und
Wirksamkeit des gesamten Managementsystems
auf Basis der vereinbarten
Nachweisstufe.
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